Frühling in Kopenhagen
Frühling in Kopenhagen
Ärger mit der Polizei
war ja klar dass die uns filzen
Tina hat drei Tüten dabei
Kein Grund sie einzulochen
hab ich zuerst noch gedacht
jetzt hockt sie in der Zelle
und es ist inzwischen schon Nacht
Stella geht nicht ohne Tina
ich geh nicht ohne die zwei
zum ersten Mal im Leben
wär ich jetzt auch gern mal high
Ich quatsch den Kommissar voll
ist schon kurz nach null Uhr
versuch ihm was zu verklickern
von Kopenhagens Drogenkultur
Zeig meinen Dienstausweis
sag: Wir sind quasi Kollegen
er hat ein gutes Herz
wir ziehn ab mit seinem Segen
Nicht alle Bullen sind Ärsche
oft bekommt man das gar nicht mit
Tina die freche Ratte
fragt zum Abschied: Krieg ich meinen Shit?
Seligkeit
Ich bin ein Mensch, ich irre und ich fehle
ich bin nichts als ein Schatten meiner Zeit
es rührt nicht viel an meiner kranken Seele
allein vielleicht der Wunsch nach Seligkeit
Was man da liebt im Leben
Was man da liebt im Leben
das wird allzeit bedroht
Frieden wird es erst geben
ist es verloren oder tot
Klage einer guten Freundin
Unlängst klagte eine Freundin
denn sie fand es wirklich schlecht
hat ein Mann der Frauen viele
nennt ihn jeder: Toller Hecht
Hat die Frau der Männer viele
nennt man sie…ich sag es nicht
nun, sie wollte eine Antwort
deshalb also dies Gedicht
Passepartout nennt man den Schlüssel
dem kein Schloss je widersteht
solcher ist hoch angesehen
da er sich stets erfolgreich dreht
Doch ein Schloss das jeder Schlüssel
leicht und einfach öffnen kann
ist von Hause aus recht billig
so ist’s auch bei Frau und Mann
Das würde ein Chauvi schreiben
mir käm es nie in den Sinn
diesen Scheiß lass ich nicht drucken
feminin wie ich halt bin
Der Chor
Sie singen. Sopran und Tenor.
Sie singen in Gottes Ohr.
Sie singen. Wie Engel eben.
Würde es Engel geben.
In den Sternen
Am Marktplatz - Mittwoch war’s gewesen -
lockte mich ein neuer Stand
da konnt man in den Sternen lesen
und das direkt aus meiner Hand
Da selbige ich jüngst gewaschen
- zudem war ich noch sehr vergnügt
den frischen Lohn in meinen Taschen
nichts ahnend dass manch Stern auch lügt -
reichte ich Geld und Patschehändchen
der Alten die dort zahnlos saß
- sie kam aus einem fernen Ländchen
dessen Namen ich vergaß -
und hörte dann was man so hört
wenn jemand in die Sterne schaut
doch hinterher war ich empört
mir war der Tag total versaut
denn ihre Kunde war nicht heiter
- so sollte dies Geschäft nicht sein -
deshalb ging ich verärgert weiter
und kaufte lieber Käse ein
Weitblick
Wir sitzen auf hohen Balkonen
- zwischen Altbier und Taubenschiss -
die Miete mag sich nicht lohnen
der Ausblick aber gewiss
Im Osten feiert man Feste
im Westen zahlt man die Kosten
hinterm Park verrotten Paläste
da steht niemand mehr auf Posten
Marschieren war dort eine Tugend
das sieht man dem Pflaster noch an
FDJ oder Hitler-Jugend
Die Reihen geschlossen. Voran.
Die Oma kann noch viel erzählen
das macht sie auch den ganzen Tag
von dem Glück endlich frei zu wählen
und von den Panzern in Prag
Dynamo trägt noch seinen Namen
und das – kaum zu glauben – mit Stolz
wann immer die Hooligans kamen
waren mehr Köpfe als Pfosten aus Holz
Der Krenz sagt man macht jetzt in Büchern
in Frankfurt war er auf der Messe
die Rente in trockenen Tüchern
so einer hält doch besser die Fresse
Wir sitzen auf hohen Balkonen
- zwischen Altbier und Taubenschiss -
die Gegenwart mag sich nicht lohnen
und die Zukunft bleibt ungewiss
Unterm Kastenwagen von Robben und Wientjes
Unterm Kastenwagen von Robben und Wientjes
liegt jemand – der Jemand bin ich
Ich lieg dort nicht um ein Schläfchen zu halten
dafür wär auch das Wetter zu frisch
Ich liege dort weil man mich überfahren
man sieht also: Aus gutem Grund
Mir klebt eine Menge Blut in den Haaren
ich hab sogar welches im Mund
Zum Glück hat man mich nicht am Abend erwischt
so denk ich, halb traurig, halb froh
6 Uhr 30 bedeutet ich muss heute nicht
wie sonst jeden Tag ins Büro
Nun kann der blöde Herr Meier sich
mit meinen Akten plagen
es liegen einige auf dem Tisch
da lässt das Sterben sich beinah ertragen
Na ja ich hätte schon gern noch einmal
meine Liebste sehr heftig geküsst
doch ich hab keine Wahl also ist es egal
solange sie mich nur vermisst
So erspar ich mir auch den Frühjahrsputz
und hab trotzdem ein schlechtes Gewissen
grad erst lieh ich mir etwas Geld von Lutz
das steckt nun im Sofakissen
Ich wär gern noch einmal zum Fußball gegangen
auch wenn mich das meist deprimiert
nun muss ich am nächsten Samstag nicht bangen
ob Hertha schon wieder verliert
So hat alles Schlechte auch etwas Gutes
doch für mehr bleibt nun keine Zeit
denn ich begebe mich grad frohen Mutes
was weiß ich wohin – in die Ewigkeit?
Ich kann den Herren Robben und Wientjes
aus tiefstem Herzen verzeihen
die wussten ja nicht an was für einen Arsch
sie ihren Kastenwagen verleihen
Du bist von jenem Baum
Du bist von jenem Baum
der keine Wurzeln schlug
und dennoch seinen Traum
in alle Welten trug
Du bist mein ganzer Stolz
dein reines Wesen zeugt
von jenem guten Holz
das keine Seele beugt
Du wiegst dich nicht im Winde
du bist du selber nur
mit Sicherheit mein Kinde
doch von besserer Natur
Dich bangen nicht die Stunden
die kommen und vergehn
du bleibst der Welt verbunden
und blühst unendlich schön
Dich schreckt nicht Herr noch Himmel
du stehst beständig fest
wo sich im Erdgewimmel
ein Platz nur finden lässt
Dich schreckt nicht Tod noch Teufel
egal ob Tag ob Nacht
du hast dir ohne Zweifel
einen eignen Pfad gemacht
Du bist von jenem Baum
der keine Wurzeln schlug
du allein bist der Traum
den er als Frucht einst trug
Für Melanie
Schienenersatzverkehr
Da standen wir in aller Herrgotts Frühe
im schalen Licht der alten Gaslaterne
am Himmel sah man noch mit etwas Mühe
das Flackern ein paar unbestimmter Sterne
„Auf Wiedersehen“ sagen nur Idioten
Idioten sind wir beide sicher nicht
und ein paar Krähen - Unheilsboten -
flatterten uns beinah ins Gesicht
Man baut auf der S5, man baut ja immer
das heißt ich komm nicht so leicht von dir weg
diese Erkenntnis macht es nur noch schlimmer
doch weiß ich, reden hat jetzt keinen Zweck
Verdienen wir nicht mehr
als Schienenersatzverkehr
oder trifft es eben das genau :
Ein andrer Mann und eine andre Frau?
Ich denk, wenn ich es zeitlich jetzt noch schaffe
um diese Zeit ist ja der Bus nicht voll
trink ich bei Tschibo eben noch nen Kaffee
und überleg mir was das alles soll
Du kannst dich ja inzwischen vielleicht schminken
mal dir die Lippen einfach morgenrot
und wenn der Bus kommt darfst du gerne winken
wir wissen schließlich beide was uns droht
Man baut auf der S5, man baut ja immer
das heißt ich komm nicht so leicht von dir weg
diese Erkenntnis macht es nur noch schlimmer
doch weiß ich, reden hat jetzt keinen Zweck
Verdienen wir nicht mehr
als Schienenersatzverkehr
oder trifft es eben das genau :
Ein andrer Mann und eine andre Frau?
Ich sag: „Ich ruf dich an“
und du lächelst: „Na klar“
Dabei wissen wir beide
das ist nicht wahr
Verdienen wir nicht mehr
als Schienenersatzverkehr?
Freie Marktwirtschaft
(erklärt von der deutschen Verteidigungsministerin)
Wir verkaufen Waffen in Krisengebiete
am besten an alle Parteien
das Geld können wir, wenn der Zinssatz stimmt,
denen natürlich gern leihen
Wenn erst der Krieg in Gange ist
dann liefern wir Medizin
und humanitär wie wir nun mal sind
wird ihnen wieder der Kaufpreis geliehn
Ist der Krieg dann endlich vorbei
und alles liegt in Schutt und Asche
bauen wir denen das Land wieder auf
oder stecken es uns in die Tasche
Ohren
Man sagt hier hätten selbst die Wände Ohren
man sagt so viel, der Tag ist schließlich lang
ich hab jedes Gefühl für Zeit verloren
und hör nur meines eignen Herzens Klang
Die Sprache misst sich hier nicht mehr mit Worten
man ahnt nur noch die Sterne und den Wind
mir ist es gleich denn ich war schon an Orten
die grausamer und unbestimmter sind
Die Stimmen die angeblich alle hören
der Irrsinn der in ihren Blicken weilt
kann mich nicht mehr verleiten und verstören
ich wurde längst verändert und geheilt
Ich kenn die Bahnen sämtlicher Planeten
ich weiß wohin bei Nacht der Regen fließt
ich lernte nie zu eurem Gott zu beten
ich las die Schriften die sonst keiner liest
Man sagt hier hätten selbst die Wände Ohren
aus diesem Grund schnitt ich auch meine ab
vielleicht verrat ich heute den Doktoren
an welchem Platz ich sie begraben hab
Kleines Klagelied des Holzwurms
Der Arsch Noah
hat mich nicht mitgenommen
also bin ich geschwommen
Gespiegelt
Das Meer auf dem des Himmels Abbild ruht
stets schwankend zwischen Ebbe oder Flut
stets kämpfend mit dem ungezähmten Land
versprach ein Ufer das ich niemals fand
Es blieb für mich ein unbekannter Ort
und trug mich nicht – wie ich ersehnte – fort
so blieb der Bund zwischen uns unbesiegelt
ich war kein Teil des Meeres
ich hab mich nur darin gespiegelt
Kerls (Brief von Lotte an ihre Schwester)
Acht Wochen bin ich nun schon in der Stadt
Die Häuser wachsen hier in den Himmel
Man sieht sich an all den Lichtern nicht satt
und in den Straßen ist’s ein wirres Getümmel
Ich wohn zur Untermiete bei der Frau Krause
Die ist so seltsam dass man es kaum glaubt
Es ist hier anders, anders als zuhause
und Männerbesuch ist mir nicht erlaubt
Und da wir beim Thema schon grade sind
Du Gitti, ich muss dir was verraten
Keine Sorge, ich bekomme kein Kind
darauf kann ich noch sehr gut warten
Aber Kerls gibt’s hier, die stinken nach Geld
laden mich ein und zahlen die Zeche
und ich weiß ja längst was denen gefällt
Die wollen mir schnell an die Wäsche
Ich sag dann immer ich wäre verlobt
doch das scheint sie einen Teufel zu scheren
Kommt auch mal vor dass einer tobt
dann muss ich mich schon heftig wehren
Ganz anders als Franz unser guter Knecht
Dem bereitet das Flirten solch Mühe
Doch Gitti, denk von ihm bloß nicht schlecht
Der mag dich mehr als seine Kühe
Mir hat er auch mal den Hof gemacht
und wir küssten uns an Silvester
Doch vermutlich hat er dabei an dich gedacht
Ist schon okay, kleine Schwester
Der Franz ist eine ehrliche Haut
Könnte er all die Kerls hier sehen
und was von denen mancher sich traut
er würd die Welt nicht mehr verstehen
Gitti, bleib mir nur fern von der Stadt
Sie ist ganz anders als wir es dachten
Ich glaub ich habe sie jetzt schon satt
Versprich mir gut auf Franz zu achten
Und wenn er fragt wie es mir erginge
fang bloß mit der Wahrheit nicht an
Die Kerls kaufen mir hier zwar schöne Dinge
doch einen wie Franz hätt ich lieber zum Mann
Konfirmation
Da steht er nun als Mann verkleidet
die Hose kratzt und spannt im Schritt
er zieht den Bauch ein und er leidet
und macht den Unfug einfach mit
Es grummelt ihm sehr wild im Magen
er macht sich Mut: Ist doch kein Ding
Jesus hat schließlich mehr ertragen
als er da so am Kreuze hing
Der erste Tag in Bügelfalten
das Hemd steif bis zum letzen Knopf
Jetzt gilt es Junge, aufrecht halten
doch langsam steigt das Blut zum Kopf
So tanzt er auf dem Rand der Klinge
kniet nieder und die Hose reißt
all das für ein paar Silberlinge
was wohl doch einiges beweist
Er tut es nicht aus Überzeugung
er macht es für das liebe Geld
und jetzt nur noch eine Verbeugung
dann geht‘s gesegnet in die Welt
Wo ihn dann gleich die Tanten küssen
auch jene die er gar nicht kennt
weil sie ganz einfach küssen müssen
bis er fast aus Verzweiflung flennt
Dem Pfarrer noch die Hand gegeben
und dann geht es schon ins Lokal
dort wünscht man ihm ein frommes Leben
und er denkt: Ach, ihr könnt mich mal
Januar
Im Hinterhaus wird grad gestorben
ein Mädchen weint am Kinderbett
die Milch im Topf ist schon verdorben
den Säugling nannte man Claudette
Der Doktor riecht nach Gin und Wermut
und stapft laut fluchend durch den Schnee
zwei Ratten kauern zwischen Leergut
die Droschke parkt in der Chaussee
Ein Mann ruft: „Schnell, sie ist am Glühen“
der Doktor fordert: „Erst mein Geld“
doch nutzlos endet sein Bemühen
als er den kleinen Körper hält
„Zu spät“ sagt er „zu bös das Fieber
das arme Herz schlägt längst nicht mehr
in Zukunft da bedenkt ihr lieber:
Im Januar lebt es sich schwer“
Der Mann der sein Lachen verlor
Er erwachte und ihm war seltsam zumute
er spürte gleich dass etwas fehlt
das hat er sofort seiner Freundin - der Ute -
die noch gar nicht wach war, erzählt
Sie tippte verschlafen auf eine Krawatte
und er rannte deswegen zum Schrank
um festzustellen dass er noch alle hatte
das war’s also nicht, Gott sei Dank
Als nächstes zählte er Münzen und Scheine
auch die waren gänzlich komplett
jedes Wäscheteil hing noch auf der Leine
jedes Männerjournal war noch unter dem Bett
Er alarmierte die ganze Verwandtschaft
und eilte ins Fundbüro
mangelte es an einem Baum in der Landschaft
einer Rolle Papier auf dem Klo?
Als er sich dann schließlich im Spiegel besah
fehlte kein Auge, kein Ohr
und trotzdem fand er die Antwort da
Der Mann der sein Lachen verlor
So vieles ist gesagt
So vieles ist gesagt
doch nicht vergeben
höchstens vertagt
vertagt so wie mein Leben
mein Leben
das ich nie gewagt
denn es war eben
- falls jemand danach fragt -
nur Überleben
Der Hintergrund
Ich bat dich mir ein Bild zu malen.
Von Gottes wirklicher Gestalt.
Ich sollte dich mit Sex bezahlen.
Nun gut. Ich tat es halt.
Die Leinwand war blutrot.
Ebenso wie dein Mund.
Du sagtest Gott sei tot.
Es blieb der Hintergrund.
Ein Strumpf
Ein Strumpf lag auf dem Boden
wo Strümpfe sonst nicht liegen
mir kam gleich der Gedanke
er könne vielleicht fliegen
Er hatte einen Bruder
den hätt ich noch gebraucht
doch der war offensichtlich
grad völlig abgetaucht
Solch Missgeschick am Morgen
kann jedem wohl passieren
man muss deshalb nicht gleich
den Fuß sich amputieren
Die Pumpen
Morgens griffen die Männer nach ihren Helmen
und zogen in den verfluchten Tag
ich kann mich immer noch gut erinnern
an den Staub der auf ihren Gesichtern lag
wenn sie am Abend dann wiederkamen
todmüde von der zehrenden Schicht
und der Himmel hing voll schwarzer Wolken
wir sahen nur selten das Sonnenlicht
Türme und Schläuche wohin man auch sieht
unser Dorf liegt mitten im Fördergebiet
Die Pumpen hämmern bei Tag und Nacht
ich bin als Kind deswegen oft aufgewacht
dieses ständige Schlucken und Schlagen
schlug mir schon früh auf den Magen
Die Pumpen saugen die Erde leer
irgendwann ist da unten nichts mehr
dann stürzt hier oben alles ein
und wir fallen hilflos in das Dunkel hinein
Als Junge war es dir in die Wiege gelegt
du nimmst das Erbe des Vaters einst an
es gibt keinen Weg für dich nach draußen
die Mädchen waren da besser dran
Die konnten sich einen von draußen suchen
und schnellstmöglich von hier verschwinden
doch mit all den Staub und den Ruß in den Poren
war es schwer einen Erlöser zu finden
Türme und Schläuche wohin man auch blickt
diese Eintönigkeit macht dich schnell verrückt
Die Pumpen hämmern bei Tag und Nacht
ich bin als Kind deswegen oft aufgewacht
dieses ständige Schlucken und Schlagen
schlug mir schon früh auf den Magen
Die Pumpen saugen die Erde leer
irgendwann ist da unten nichts mehr
dann stürzt hier oben alles ein
und wir fallen hilflos in das Dunkel hinein
Ich leb heute längst am andren Ende der Welt
und könnte trotzdem beschwören :
Wenn ich abends die Augen schließe
kann ich die Pumpen noch immer hören
Ein Schokoladenweihnachtsmann
Ein Schokoladenweihnachtsmann
zweifelt seine Herkunft an
und seine Bestimmung auch
denn er hat ein Loch im Bauch
Er möchte "Frohe Ostern" schrein
und spürt das kann nicht richtig sein
er hat ein wirklich schweres Los
denn das Loch ist ziemlich groß
Nun hockt er unterm Weihnachtsbaum
doch weihnachtlich ist ihm heut kaum
denn wenn ihn eine Hand erst nimmt
wird er gefressen - ganz bestimmt
Ein Schokoladenweihnachtsmann
blieb heut nicht länger hier
aus lauter Angst da schmolz er
und zurück blieb nur Papier
Ein Schokoladenweihnachtsmann
musste ganz dringend weg
und dort wo er gestanden hat
ist nun ein fetter Fleck
Ein Schokoladenweihnachtsmann
zerläuft weil er nicht laufen kann
er war des Lebens überdrüssig
und deshalb machte er sich flüssig
Zwar ist er bei Bewusstsein noch
und jetzt sogar ganz ohne Loch
doch hat die Katze ihn entdeckt
und zu zwei Dritteln weggeleckt
Das letzte Drittel ist recht läppisch
und es klebt noch immer im Teppich
unfähig irgendwie zu fliehn
sah´s wie ein Staubsauger erschien
Ein Schokoladenweihnachtsmann
blieb heut nicht länger hier
aus lauter Angst da schmolz er
und zurück blieb nur Papier
Ein Schokoladenweihnachtsmann
musste ganz dringend weg
und dort wo er gestanden hat
ist nun ein fetter Fleck
Ein Schokoladenweihnachtsmann
fühlte sich leer und ausgelaugt
er konnte sich nicht mehr verkrümeln
und wurde deshalb aufgesaugt
Doch kurz vor seinem Tode
hat er sich noch geschworen:
Beim nächsten Mal da werd ich
als Gummibär geboren
Ein Schokoladenweihnachtsmann
blieb heut nicht länger hier
aus lauter Angst da schmolz er
und zurück blieb nur Papier
Ein Schokoladenweihnachtsmann
musste ganz dringend weg
und dort wo er gestanden hat
ist nun ein fetter Fleck
Ich habe den Verstand verloren
Ich habe den Verstand verloren
er ging mir aus dem Sinn
saß grad noch zwischen meinen Ohren
wo ist er jetzt bloß hin?
Vielleicht nur um die Ecke?
Oder doch ins Hotel?
Es gibt viele Verstecke
und der Arsch ist schnell
Der wird sich nicht verlaufen
der nimmt doch glatt den Bus
doch ich werd ihn mir kaufen
dann gibt’s was auf die Nuss
Ha, jetzt kann ich ihn sehen
hab es erst kaum geglaubt
aber kann es verstehen
du hast ihn mir geraubt
Ruhm, Suff und Weiber
Den Ruhm, den Suff und die Weiber
nichts davon hab ich wirklich vermisst
verrät mir der alte Zausel
- ich wüsste nur gern wer das ist
Das Glück klopft an
Lisa sitzt zu Hause
und ist so verdammt allein
denkt die ganze Zeit an Ulli
doch der will bei Klara sein
Aber Klaras Freund heißt Reiner
er kann Ulli gar nicht leiden
aber dafür leidet Klara
und kann sich nicht recht entscheiden
Was soll man da machen
weinen oder lachen
wenn ein Herz verwirrt
sich Tag für Tag verirrt?
Das Glück klopft an
das Glück klopft an
doch niemand geht zur Tür
das Glück klopft an
das Glück klopft an
und fragt sich schon: Wofür?
Das Glück klopft an
das Glück klopft an
doch keiner lässt sich sehn
das Glück klopft an
das Glück klopft an
und fragt sich schon: Für wen?
Reiner ist jetzt sauer
und schaut mal bei Lisa rein
die ihn nur zu gerne tröstet
sie sagt: Ulli ist ein Schwein
Denn der liegt derweil bei Klara
und das gar nicht einmal schlecht
aber Reiner mag jetzt Lisa
darum ist ihm das ganz recht
Was soll man da machen
weinen oder lachen
wenn ein Herz verwirrt
sich Tag für Tag verirrt?
Das Glück klopft an
das Glück klopft an
und jeder rennt zur Tür
das Glück klopft an
das Glück klopft an
und denkt: Bin richtig hier
Es dämmert
Es dämmert und die Schatten werden länger
es dämmert und der Tag macht sich davon
am U-Bahneingang steht ein Straßensänger
und ein paar Kippen fliegen vom Balkon
Es dämmert und sie schließen grade Wertheim
es dämmert und man sollte unbeschwert sein
die klebrige unangenehme Schwüle
weicht langsam einer milden Abendkühle
Es dämmert und die Dönerbuden platzen
es dämmert und im Park pfeifen die Spatzen
junge Mütter schieben Frust und Kinderwagen
und ein Paar stellt fest es hat sich nichts zu sagen
Es dämmert und die Taxifahrer fluchen
in den Lokalen fließen Schweiß und Bier
so viele Menschen die Erlösung suchen
es dämmert……es dämmert auch in mir
Was ich hab und was ich hatte
Jeder Kelch geht einst zur Neige
jedes Ding hat seine Zeit
und ich stehe da und schweige
ob dieser Vergänglichkeit
die manchmal im lauten Streite
und manchmal auch äußerst mild
- aber nie auf meiner Seite -
dieser Welt und allem gilt
was sich darin heut befindet
nun wo ich langsam ermatte
und wo alles mit mir schwindet
was ich hab und was ich hatte
Zebras auf dem Zebrastreifen
Zebras auf dem Zebrastreifen
sind so gut wie unsichtbar
Hinterher kann man leicht sagen:
Vorher waren sie nicht da
Doch da ich nicht schadenfroh bin
hoff ich dass es nie passiert
dass jemand auf dem Zebrastreifen
mit einem Zebra kollidiert
Gerade eben
Es schlagen sich Kinder vor meinem Haus
in eifrigem Wettstreit die Milchzähne aus
ihre Mütter gehen derweil ungehemmt
drinnen mit guten Bekannten schnell fremd
Aus dem Müllkasten hängt der Arm einer Toten
da scheint es den Müllmännern wohl geboten
- tief verwurzelt im christlichen Glauben -
ihr das Geld aus der Tasche zu rauben
Das Wahlplakat
Auf dem Mittelstreifen
stand ein Wahlplakat
nahm die freie Sicht mir
grad bei voller Fahrt
Tot jetzt drei Senioren
auf dem Damm ein Schuh
blutverschmiert am Hacken
Danke CDU
Feuer unterm Dach
Oh weh! Oh weh! Hinaus auf den Hof!
Der Dachstuhl hat Feuer gefangen.
Zählt mir nur alle Kinder durch!
Ist das Lieschen nach oben gegangen?
Sie sollte dort nach der Wäsche sehn.
Lieschen, ach Lieschen, gib Laut!
Jemand muss schnell nach oben gehn.
Kein Mannsbild hier das sich traut?
Auf dem Wäscheboden liegt Marthas Plunder.
Sie nennt den Krempel antik.
Brennen wird dieser Trödel wie Zunder.
Brennen wird es wie damals im Krieg.
Wo bleiben die Kerls von der Feuerwehr?
Die Flammen schlagen bald über.
Dann gibt es das schöne Haus nicht mehr.
Wo steckt der Hauswart, Herr Lieber?
Vielleicht hat er dort oben wieder geraucht.
Und die Kippe nicht ausgetreten.
Ein Kriegsversehrter den keiner braucht.
Jetzt hilft wohl nur noch zu beten.
Nicht lang dann brennt auch unser Hab und Gut.
Der Qualm ist so schwarz und so dicht.
Herr Lieber ist schuld. Mich packt die Wut.
Diesen Krüppel braucht es hier nicht.
Der fegt das Haus nur höchst liederlich.
Und ich weiß genau dass er trinkt.
Man sollte denken der schäme sich.
Und sein Stumpen der stinkt.
Der hat keine Frau. Der lebt nur auf Pump.
Der schielt nach den kleinen Mädchen.
Aufknüpfen sollte man diesen Lump.
Dann wär es sicher im Städtchen.
Da seht doch! Da humpelt er aus dem Haus.
Auf seinem einen Bein. Ob er wohl fällt?
Was hat er im Arm? Das sieht wie das Lieschen aus.
Sagte ich nicht immer: Herr Lieber ist ein Held?
Du bist wer du bist
Das gleiche Spiel
nur ein andres Motel
ein neuer Name
und wie immer geht’s schnell
Ihr Stöhnen klingt nach Verzweiflung
ihre Schreie nach Lust
danach bleibt nur Leere
und dieser Schmerz in der Brust
Neben mir in der Bar
sitzt ein alter Vertreter
und wenn ich ihm nicht zuhör
trinkt er aus und dann geht er
„Bist du jetzt glücklich oder hast du’s bereut?“
fragt mein imaginärer blöder Therapeut
und als ob das alles noch nicht schräg genug ist
sagt er: „Du bist nicht wer du sein willst
du bist wer du bist“
Durch die Kurven
mit zweihundert Sachen
und einen Moment lang
die Augen zumachen
um einen flüchtigen Eindruck
von Furcht zu kriegen
doch vielleicht ist Sterben
ja nichts andres als Fliegen
Der Sanitäter könnte mir sagen
wie schnell ein Hals bricht
sofern er es drauf hat
dass er mit Toten spricht
„Bist du jetzt glücklich oder hast du’s bereut?“
fragt mein imaginärer blöder Therapeut
und als ob das alles noch nicht schräg genug ist
sagt er: „Du bist nicht wer du sein willst
du bist wer du bist“
Der Leichenwagen
Schaut doch! Der Leichenwagen fährt vor.
Raus auf den Hof. Es gibt was zu sehen.
Sag Mutter, ich komm etwas später hoch.
Gewiss wird sie es verstehen
Einen Fünfer dass es die Hauswartsfrau ist.
Schließlich ist sie unsagbar fett.
Und von Paule weiß ich – ganz höchst vertraulich:
Sie kam seit Wochen nicht aus dem Bett.
Ach, wie spannend das alles doch ist.
Hat jemand was zu knabbern dabei?
Vielleicht hat sich ja auch der Meier erschossen.
Das gäb eine blutige Schweinerei.
Oder die Lisa. Die ist blöde im Kopf.
Und fällt ihren Eltern zur Last.
Vielleicht hat sie mit ihren Fingern
in eine Steckdose rein gefasst.
Sie bringen einen Säugling heraus.
Von wem mag der wohl sein?
Zudem ist er für den großen Wagen,
wie ich finde, doch enttäuschend klein.
Als Freundschaft noch eine Kette war
Als Freundschaft noch eine Kette war
da war man sich ihrer gewiss
doch es zog dahin so manches Jahr
bis die Kette irgendwann riss
So sieht man die Freunde unverhofft fallen
und sich in der Landschaft verteilen
man sieht ihnen nach (einem oder allen)
und versäumt es ihnen schnell nachzueilen
So dass sie alsbald schon verloren sind
es liegt in des Menschen Natur
du bewahrst dir die kostbare Treue als Kind
später bleibt dir nur die leere Schnur
Kriegsgedichtsbestatter
Heut ist mir ein gutes Gedicht geglückt
die Kameraden waren entzückt
und selbst Munz, seines Zeichens Gefreiter
sagte: Dichte er weiter
Es hat zwar keinen praktischen Nutzen
doch müsste ich sonst die Latrinen putzen
da gehört dann wohl das Dichten
zu den angenehmeren Pflichten
Mir schien angesichts all der Toten
ein Gedicht vom Sieg nicht geboten
doch es hilft auch keinem bittere Schwere
also dichtete ich von der Ehre
Ich würde auch dir davon schreiben
dann verstündest du ich muss bleiben
denn ich schoss zwar kein einziges Mal
doch bin wichtig für die Moral
Der Gefreite Munz hat sogar gemeint:
„Brüll das Gedicht mal rüber zum Feind
dann wird er schaudern und flennen
und hasengleich von dannen rennen“
Ich hab nur Angst dass sie auf mich schießen
wenn sie das Gedicht nicht genießen
und tot zu sein wäre sehr ärgerlich
denn wer dichtete dann über mich?
Letzte Nacht an Land
Morgen schon läuft der Kreuzer aus
darum solltest du dich heute besaufen
vielleicht kommst du nie mehr nach Haus
es lohnt nicht Souvenirs zu kaufen
Was nützt der Helga ein Unterrock
liegt er auf dem Meeresboden
investiere in einen steifen Grog
der wärmt das Hirn und die Hoden
Vergiss die Helga und dein kleines Städtchen
nimm dir heut Nacht ein käufliches Mädchen
pfeife auf Sitte und auf Moral
vielleicht lieber Freund ist es das letzte Mal
Es scheint als würde der Herrgott uns grollen
selbst die gute Bismarck ist noch verschollen
sie jagen uns wie räudige Hunde
also genieß jede dir bleibende Stunde
Der Kaleu ist eine ehrliche Haut
der hat sich die Wahrheit zu sagen getraut
wir werden da draußen sinnlos verbraten
vom Oberkommando verkauft und verraten
Es wäre klüger zu desertieren
wo wir ohnehin bald kapitulieren
doch das ist keine Alternative für mich
man lässt Kameraden niemals im Stich
Vielleicht wird dies unsre letzte Nacht
ich hab mit Gott meinen Frieden gemacht
nun lass uns die restliche Zeit genießen
bevor die Tommys ihre Torpedos abschießen
Hermannplatz
Wieder mal kurz vorm Abflug
und die Birne zugeknallt
das Leben ist kein „Buddy-Movie“
und ich bin für den Scheiß zu alt
Frank zockt mit den Pakistanis
steht mit Hundert in der Kreide
ein paar Zivis laufen Amok
drüben in der Hasenheide
Ich kämpfe mit einem Döner
und beschmiere mir das Hemd
die Nächte waren schon mal schöner
mir wird hier langsam alles fremd
Hermannplatz – das Tor zur Hölle
Zocker, Stricher, Dealer, Nutten
warten auf die nächste Welle
der Hoffnungslosen, der Kaputten
Hermannplatz – ein Sammelbecken
in dem sich der Abschaum drängt
wer hier strandet wird verrecken
es geht schneller als man denkt
Lena schiebt grad eine Nummer
in den Büschen hinterm Park
drückt dann was gegen den Kummer
und ihr Lude faselt Quark
Will zwei Zehner extra schnappen
wegen der Fuck-Inflation
und der Freier reicht die Lappen
„Wer braucht die Scheiß-Gummis schon?“
Ich frag mich warum ich bleibe
wo doch alles hier mich schlaucht
mein Spiegelbild in einer Scheibe
lächelt müde und verbraucht
Hermannplatz – das Tor zur Hölle
Zocker, Stricher, Dealer, Nutten
warten auf die nächste Welle
der Hoffnungslosen, der Kaputten
Hermannplatz – ein Sammelbecken
in dem sich der Abschaum drängt
wer hier strandet wird verrecken
es geht schneller als man denkt
Ich schätze ein ehrliches Schweigen
Ich schätze ein ehrliches Schweigen
du bevorzugst ein offenes Wort
die Zeit wird dir alles zeigen
es sei denn du bist dann schon fort
Und da ich eben solches nicht will
- denn was wir haben soll nicht zerbrechen -
bin ich heute schon etwas weniger still
und morgen werde ich vielleicht sprechen
Ihr Fenster
Ihr Fenster ist ein belebter Platz.
Die Schatten lassen sich kaum noch zählen.
Und jeden einzelnen nennt sie „Schatz“.
Das vermag mich schon etwas zu quälen.
Denn ich steh jeden Abend hier ganz allein
und betrachte das muntere Treiben.
Einst wollte sie nur die Meinige sein.
Und ließ es dann lieber bleiben.
Morgens dann treten die Schatten ins Licht.
Nichts als namenlose Gespenster.
Ich neide ihr dieses Leben nicht.
Und bleib auf der anderen Seite vom Fenster.
Fräuleins
Dem Fräulein ist leicht blümerant
will sagen: Es hat weiche Knie
Das ist bei Fräuleins bekannt
Uns Burschen plagt so etwas nie
Sagen Sie nicht „Tippse“
Sagen Sie nicht „Tippse“
sagen Sie das besser nicht
Ihnen flöge unvermindert
etwas Schweres ins Gesicht
Nein, nicht meine Brüste
Was sind sie für ein Schwein?
Wenn man das vorher wüsste…
Wo sonst sollte man sein?
Die Kinder haben Hunger
der Mann kämpft mit der Gicht
sagen Sie nicht „Tippse“
sagen Sie es lieber nicht
Dreihundert Anschläge die Minute
Sie wissen nicht wie das ist
Ich werd ihnen mal etwas sagen:
DIe schafft nicht einmal ein Terrorist
Sie alter geiler Bock!
Hände weg von der „Tippse“
weil ich sonst eben mal
ein kleines bisschen schnipse
Ich schnips nicht Ihre Nase
ich schnips Sie nicht zu Boden
ich schnips nur meinen Absatz
ganz fest in Ihre Hoden
Sagen Sie ruhig „Tippse“
doch sagen Sie es mit Respekt
Sie haben ja gekostet
wie meine Antwort schmeckt
Über die Eisenbahn
Sie verbindet Punkte.
Punkte auf einer Karte.
Ein Punkt ist der
an dem ich auf dich warte.
Du bist an dem andern.
Deshalb wurd gut getan
mit der Erfindung
der Eisenbahn.
Um es noch schlüssiger
der ganzen Welt zu beweisen:
Reisen! Reisen!
Menschen - ihr könnt reisen!
Von den Alpen zur Ostsee.
Was für ein Glück.
Und das lässt sich noch steigern:
Ihr könnt auch zurück.
Ihr sitzt auf Bänken.
Das ist der Bänke Zweck
Doch damit nicht genug.
Sie fährt auch euer Gepäck.
Wir können uns treffen!
Wir sind endlich frei.
Wir fahren in Zügen
aneinander vorbei.
Ohne Milka in den Alpen
Es trotten zwei trächtige Kühe
einträchtig auf einer Weide
- wenn auch mit einiger Mühe -
ich fotografiere sie beide
Sie lassen sich unterbrechen
und gucken nun recht saudumm
könnten die beiden sprechen
würden sie mich fragen: Warum?
Das frage ich mich jetzt auch
was bin ich doch für ein Knilch
mich schert keine Kuh noch ihr Bauch
morgen früh trink ich Kaffee statt Milch
Mann vor dem Spiegel
Ein Mann steht vor dem Spiegel
doch er erkennt sich nicht
Er hatte doch noch gestern
ein viel jüngeres Gesicht
Ihm ist als ging die Zeit
ihm über Nacht verloren
Sein einstmals langes Haar
bedeckt kaum noch die Ohren
Grausam erscheint ihm alles
was der Spiegel grad bezeugt
Er sieht sich nicht mehr aufrecht stehen
sondern gramgebeugt
Die Schultern hängen träge
Der Bauch ist reichlich fett…..
Der Mann zerstört den Spiegel
und geht zurück ins Bett
Risiko-Beitragserhöhung
Unter Berufung
auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
muss der Basistarif
- auch unter Berücksichtigung der Billigungsklausel -
entsprechend Ihrem Eintrittsalter
selbst bei freiwilligen Verzicht
auf Zusatzleistungen
ungeachtet der Härtefallregelung in der GKV
gemäß der Gebührenminderungspflicht
unter Hinweis auf die Obliegenheitspflicht
des Versicherungsnehmers
im Rahmen der Beitragsanpassung
unter Beachtung der Gebundenheitsfrist
in Verbindung mit einem Risikozuschlag
angeglichen werden
Schwarze Schwäne
Sie spreizen graziös ihr Gefieder
und verlassen kurz ihr Element
schon bald hat das Wasser sie wieder
es war nicht mehr als ein Moment
Doch es reicht dass der Staub der Zechen
ihnen nicht die Flügel verklebt
neue Morgen werden anbrechen
und auch fortan in Freiheit erlebt
Ich sitze am Ufer und schweige
und betrachte ergriffen die Szene
auch wenn ich es keinem zeige
ich wär gern wie die Schwarzen Schwäne